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Mit Lernkarten 'Wissens-Kolonien' gründen und ausbauenDas merk ich mir: memoPower.de |
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'Wissens-Kolonien'
gründen und ausbauen
Vorbemerkung
Welcher Faktor
beeinflusst das Lernen am stärksten? Anfang Oktober 2005 fand in Bielefeld ein Kongress statt, der sich mit dem Thema 'Methoden beim Lernen und Lehren' beschäftigte. Nach meiner Schätzung nahmen ungefähr 1.000 Personen daran teil; die bei weitem größte Gruppe stellten die LehrerInnen. Einer der Hauptredner bei diesem Kongress war Prof. Dr. Diethelm Wahl von der Pädagogischen Hochschule Weingarten. Er startete seinen Vortrag mit der einer Frage: "Welcher Faktor beeinflusst das Lernen am stärksten: die Motivation, die Intelligenz oder das Vorwissen ?" Er bat die ZuhörerInnen, mittels unterschiedlich farbiger Abstimmungskarten um ihre Antwort. Wie die allermeisten anderen TeilnehmerInnen hatte auch ich mich für 'Motivation' entschieden. Prof. Wahl berichtete danach von aktuellen Forschungsergebnissen, die zu einem anderen Ergebnis kommen:
persönliche Anmerkungen: einschätze und andererseits aber auch schon zahlreiche Beispiele erlebt hatte, dass die Wissenschaft zunächst 'eindeutige' Beweise für bestimmte Aussagen zu gefunden geglaubt hatte (zum Beispiel zur Funktionsaufteilung der beiden Gehirnhälften), die später genauso eindeutig von ihr widerlegt wurden, habe ich Zweifel ... zumal ich auch die zugrunde gelegten Versuchsbedingungen nicht kenne.
Sofern die Motivation von den genannten drei Faktoren tatsächlich die
geringste
Rolle spielen sollte, dann könnte das als eine Aussage zur Menge
aufgefasst werden. - Man könnte der
Motivation aber auch eine Art 'An-/Aus-Schalterfunktion' zusprechen: Ohne
Motivation ist Lernen (trotz Vorwissens und Intelligenz) eh kaum möglich! Motivation am betreffenden Lerninhalt!
Das Gleiche gilt für Namen und auch für Fremdsprachenkenntnisse. Die erste Fremdsprache zu erlernen, ist meist am schwierigsten. Wer jedoch bereits fünf Fremdsprachen aus dem europäischen Sprachraum beherrscht, für den ist es deutlich einfacher, auch Japanisch zu erlernen als für einen Deutschen, der sich Japanisch als erste zu erlernende Fremdsprache ausgesucht hat." (das komplette Interview: hier)
Vorbemerkung 2: Bedeutung der Allgemeinbildung E in umfassendes Allgemeinwissen ist eine gute Grundlage, um neue Lerninhalte aller Art leichter aufzunehmen und zu behalten: Es kann auch(!) die Basis sein für die ersten berufs-spezifischen Lerninhalte, die dann ihrerseits als Basis weiterer berufs-spezifischer Lerninhalte dienen.Besonders effizient muss es deshalb sein, die Allgemeinbildung schon in sehr jungen Jahren in großem Umfang aufzubauen. Aber auch für die Älteren macht es Sinn, Ihr Wissen immer mehr zu erweitern. Zu Erweiterung des Allgemein-Wissens gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten, zum Beispiel Lesen von Büchern, Anschauen von Dokumentarfilmen, viele soziale Kontakte, usw. Eine neue Möglichkeit, das Wissen sowohl von Kindern als auch von Erwachsenen gezielt zu erweitern, ist ein spielerisches Verfahren, das ich als 'Wissens-Kolonien gründen' bezeichne: So wie die Gründung von Kolonien im alten Griechenland und im antiken Rom jeweils der Ausgangs-Punkt für weitere Eroberungen war, so können gezielt auch 'Wissens-Kolonien' gegründet werden, die dann von unserem Gehirn unbewusst als Ausgangs-Punkte für anschließende Wissens-Erweiterungen genutzt werden.
Wie das
'Wissens-Kolonien gründen' funktionieren kann, probieren Sie am besten an
einigen Beispielen aus. Anregung für Schulen: Das Prinzip 'Wissens-Kolonien gründen' könnte von Schulen aufgegriffen werden: Je drei oder vier SchülerInnen einer Jahrgangsstufe entwickeln gemeinsam je einen 3-er- oder 4-er-Satz von Texten zu einer Stadt ihrer Wahl. Als Quelle könnten die SchülerInnen zum Beispiel wikipedia.de nutzen. - Variante: Ein solches spannende Projekt könnte mit den selben Inhalten, aber fremdsprachig auch im Fremdsprachen-Unterricht durchgeführt werden.
Der Idee 'Wissens-Kolonien gründen' liegt das Prinzip des 'vernetzenden Denkens' zugrunde. Das 'vernetzende Denken' kann in wahrschein in noch viel stärkerem Ausmaß durch ' MemoCharts' gefördert werden.
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